Neblige Wälder und Hochmoore, in bunten Farben blühende Heiden und Auen, Seen von solcher Tiefe, dass ihr Wasser dunkel wie die Nacht erscheint, durchzogen von zerklüfteten Hügeln, die sich wie grün-braune Buckel von Riesen durch das Land ziehen, unter einem Himmel dessen Sterne in der Nacht vor dem Licht von Atolias' Leib verblassen. Dies ist die Heimat der Balrandur, dies ist das Land, dass sie erobert haben, mit Feuer und Stahl und ihrem Blut. Geheimnisvoll ist das Land, wild und gefährlich. Überall kann man auf Zeugnisse längst vergangener Tage treffen, uralte Stätten göttlicher oder druidischer Mächte und wenn an nebligen Tagen und mondhellen Nächten das lange gezogene Heulen der vielen Wolfsrudel die Luft erfüllt, dann wird man sich schaudernd bewusst, dass in diesem Land andere Gesetze gelten. Barakurr der Wolfsgott herrscht hier und sein Volk ist nicht minder wild und kriegerisch als er.
Die Balrandur kamen einst mit Schiffen über die westlichen Meere und erreichten zu Beginn des fünften Zeitalters die Westküste Audakias. Noch heute besteht ihre erste Siedlung, die raue Hafenstadt Korrthain. In den damaligen Tagen waren sie den dort lebenden Völkern (allen voran die Kaervaren) durch ihre eisernen Waffen und Rüstungen militärisch überlegen und eroberten das Land im Handstreich. Die Legenden der Balrandur berichten, dass ihr Gott sie nach Audakia führte um in seinem Namen einen Krieg gegen Frevler und die Diener des lichtlosen Chaos zu führen. Bis heute sehen die Balrandur diese Feinde in den Gro'Myr und so herrscht ein seit Jahrtausenden währender Krieg zwischen beiden Reichen, der bislang von keiner Seite gewonnen werden konnte. Aufzeichnungen aus ihrer Heimat sind im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen und auch wenn jedes Kind die Sage von dem Druiden Darragh McRiarrghé und dem Auszug der Balrandur kennt, so wissen die meisten nicht einmal den Namen des Landes aus dem sie einst kamen.
Balrandur sind ein wenig kleiner, dafür aber wesentlich kräftiger als die anderen menschlichen Völker. Bei einer Größe von bis zu 180 Halbfingern erreichen sie ein Gewicht von bis zu 100 Stein, ohne fett zu wirken. Sie sind von außergewöhnlicher Kraft und Gewandtheit, was sie zu perfekten Kriegern macht. Ihre Haare sind meist von einem sehr hellen, beinahe weißen, Blond. Es kommen aber auch Brauntöne vor. Ihre Augen sind entweder blau oder dunkelbraun.