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Die Baran'Dor

Die Baran'Dor

Schroffe Hügel und sturmumtoste, zerklüftete Bergausläufer, sonnenbeschienene Hochtäler mit grünen Almen auf denen buntgefleckte Ziegenherden weiden, umgeben von dunklen Bergwäldern und kalten Gebirgsseen in die sich die gigantischen Wasserfälle des Himmelswalls schäumend ergießen. Die Verbindung von starkem Fels und fruchtbarer Erde, dies ist das Land der Baran'Dor und so ist auch ihr Wesen. Mögen sie furchtbare Gegner im Kampf sein, eine gute Rauferei einem feinen Gespräch stets vorziehen und engstirnig ein Ziel bis in den Tod verfolgen, ohne auch nur einen Fußbreit von ihrem Kurs abzuweichen, so sind sie doch erfüllt von der Liebe zu der Welt in der sie leben, erfüllt von dem Streben nach Kunstfertigkeit in allem was sie tun und der wahren Erfüllung die Ziel jedes Lebens sein sollte. Wer einen Baran'Dor betrachtet, der mit der Axt in der Hand sein Heim verteidigt, sieht nur die eine Seite des baran'dorischen Wesens, blickt nur auf den stählernen Panzer. Doch wer beobachtet mit welcher Hingabe sie sich dem Ackerbau widmen, mit welcher Sorgfalt sie Holz und Stein bearbeiten und der Herzlichkeit gewahr werden mit denen sie sich allen Lebewesen nähern, der wird erkennen, dass die Seele eines Baran'Dor von Sanftmut und Heiterkeit erfüllt ist, nicht von Wildheit und Schlachtenlärm.

Vor mehr als einem Jahrtausend, während der Zeit der Avatare im sechsten Zeitalter, als die Götter in der Welt der Sterblichen wandelten, wandten die Baran‘Dor sich von ihren Brüdern ab, und verließen die unterirdischen Städte der Drogar, um fortan im Lichte von Eons Schild zu leben. Die Sippen, die auszogen ihr Glück an der Oberfläche zu suchen, waren es Leid auf die Hilfe ihres schweigenden Gottes zu warten und so verließen sie die sterbenden Städte und ihren scheinbar verräterischen Gott. Obwohl sie dadurch den Segen Gronmurs und ihre natürliche Bindung an das Element Erz weitgehend verloren, entwickelten sich ihre Siedlungen dennoch gut und sie konnten sich einen Platz zwischen den Völkern der Oberfläche erkämpfen. Die Sippen der Baran‘Dor haben sich überall im Norden verteilt, wobei die meisten sich in und um Eonay befinden und zwischen den Zwergen und dem Imperium ein traditionell gutes Verhältnis herrscht. Anders verhält es sich mit der Beziehung zu den Drogar. Auch nach all den Jahrhunderten ist das Verhältnis zwischen den Drogar und den Baran‘Dor angespannt und die Herren der hohen Hallen blicken mit Zorn und Verachtung auf die angeblich glaubensschwachen Zwerge der Oberwelt herab, während die Baran‘Dor ihre ehemaligen Brüder für weltfremd, fanatisch und engstirnig halten.

Viel von ihren Vorfahren ist nicht geblieben. Doch die Größe der Baran'Dor liegt ebenfalls immer noch bei „nur“ 120 bis 145 Halbfinger. Das Gewicht variiert zwischen 50 und 120 Stein. Es gibt sowohl dürre und schmächtige als auch kräftige und massige Baran'Dor. An Haarfarben kommen schwarz, braun und rot, jedoch niemals blond vor. Getragen wird das Haar auf unterschiedliche Art und Weise. Jedoch tragen Baran'Dor gerne geschmückte und gepflegte Bärte. Ihre Haut ist entweder sehr hell, fast schneeweiß, oder völlig dunkel, wie Kohle, doch widerstandsfähiger als bei Menschen. Die Augen sind meist schwarz. Blau und Grün kommen selten vor und gelten als Farben das Glücks, und einem Baran'Dor mit diesen Augenfarben wird eine große Zukunft vorher gesagt. Die Ohren sind recht klein und rund, ungefähr wie die der Menschen.