Auf sturmumtosten, schroffen Gipfeln, hoch oben auf den Türmen der Welt, den Blick fest auf das verletzliche Land in der Tiefe der Ebenen gerichtet, so halten sie seit Jahrhunderten Wacht, standhaft und in sich ruhend wie die Berge, die sie bewohnen, doch bereit, die Beobachter, die Wächter, die Feinde des Dunkelsterns – die Bork'r. Hoch oben in den entrückten Bergtälern der höchsten Gebirge befinden sich ihre letzten Bergfestungen. Riesige, stadtähnliche Bollwerke, erbaut auf dem scharfen Rücken des Fyrongadar und an den gewaltigen Hängen des Himmelswalls. Zehntausende Bork’r haben in einer solchen Festungsstadt Platz und doch sind es angeblich nur die äußersten Grenzposten einer ehemals unangefochtenen Hochkultur. Lange bevor die Menschen Städte erbauten, ja manche sagen sogar, lange bevor die Alben ihre Städte erbauten, besiedelten die Bork‘r Audakia. Heute sind nur noch wenige dieses edlen Volkes übrig geblieben. Aus einem unbekannten Grund verließen die Meisten von ihnen vor ungefähr eintausend Jahren Audakia und nur einige Wenige blieben zurück. Über das Warum und Wohin des gewaltigen Exodus schweigen sich die verbliebenen Bork’r beharrlich aus. Als Grund für ihr Ausharren behaupten sie jedoch stets Wacht zu halten und auf das Erscheinen des Dunkelsterns zu warten, jenen alten Feind ihres Volkes, dem ihr ganzer Hass gehört und den sie zu vernichten geschworen haben. Eine Entität, geboren in den Abgründen Anhjôrais, schlimmer als jeder bekannte Dämon. Um dem Dunkelstern und seinen Horden eines Tages entgegentreten zu können, üben sie sich von Kindesbeinen an in uralten, geheimnisvollen Kampfkünsten, stählen ihre Körper im Kampf mit den Monstern der Berge und im Wettstreit untereinander und härten ihren Geist durch Meditation und seit Urzeiten überlieferten Übungen ab. Obwohl die weisen Krieger zurückgezogen leben, isolieren sie sich nicht von den anderen Bewohnern Audakias, sondern treiben Handel mit ihnen und lassen auch Gäste in ihre uralten Bergstädte, die meist halb in den Berg hinein gebaut wurden, stark befestigt und so verwinkelt sind, dass wohl nur ein Drogar sich ohne Führer zurechtfinden würde. Worauf auch immer die Bork‘r warten, es scheint etwas Gefährliches zu sein.
Die Bork'r gehören zu den Alten Völkern und
entwickelten sich während des vierten Zeitalters aus einem älteren, unbekannten Volk.
Bork‘r sind nur von mittlerer Größe und werden
selten größer als 180 Halbfinger bei einem Gewicht von 50 bis zu 90 Stein.
Sie verfügen über eine schlanke und sehnige Muskulatur, die ihnen eine hohe
Geschmeidigkeit und große Ausdauer verleiht. Ihre Haut hat einen dunklen, beinahe
bronzenen Ton und wird in den Sommermonaten noch dunkler (jedenfalls wenn sie sich
länger in der Sonne aufhalten). Sie verfügen über eine starke Körperbehaarung und sind
stolz auf ihr, meist schwarzes, volles und langes Haar. Ihr Unterkiefer ist stärker ausgeprägt
als der eines Menschen oder Alben und die Schneidezähne sind kräftig und bis zu einen Finger lang.
Ihre Augen sind leicht mandelförmig und zumeist von einer dunkelbraunen oder schwarzen, selten
sogar von goldener oder bernsteinerner Farbe. Wie bei den Alben laufen auch die Ohren der Bork’r
schlank und spitz zu.