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Die Targonen

Die Targonen

Eisige gefrorene Steppe, die selbst im Sommer nie taut wechselt sich ab mit blühenden Wiesen, die in dunklem Rot, Eisblau, lieblichen Purpur oder Sonnengelb erstrahlen, immer wieder durchzogen von graugrünem Felsboden, sanften Erhebungen, steinigen Flussbetten oder den Ruinenfeldern des mächtigen Reiches Kalor. Hier leben und lieben, reiten und wandern die Kinder des Pferdegottes unter einem Himmel, der so nah wie endlos erscheint, begleitet vom mal klirrenden, mal wärmenden Atem ihres edlen Gottes und umgeben von den schroffen Gebirgszügen des toten Drachengiganten Fyron. Das Leben in der Steppe ist hart und gefährlich. Kriegerische Kogasha, Horden blutrünstiger Kratuuk und wilde Bestien machen die Ebene unsicher und sind eine ständige Bedrohung für die Stämme der Targonen. Doch stark durch ihre Gemeinschaft, beschützt durch ihren Gott und mit dem festen Willen ihre neue Heimat bis zum Letzten zu verteidigen, behaupten die Targonen sich gegen alle Widerstände und führen ein Leben voller Entbehrungen und Gefahr, aber auch Gemeinschaft, Freude und dem Gefühl der Freiheit.

Die Targonen kamen vor Hunderten von Jahren aus einem Land östlich der Spiegelsee. Ihre Sagen und Legenden erzählen von einem übermächtigen, barbarischen Feind, der ihre Städte und Länder verheerte und sie zu Tausenden in die Sklaverei führte, ehe sie über das große Meer flohen. Da nur wenige Aufzeichnungen den Exodus der Targonen überstanden haben, und diese zudem noch eifersüchtig gehütet werden, sind die genauen Umstände heute kaum noch bekannt. Die Legenden berichten oft Widersprüchliches und so liegt die Wahrheit gut verborgen im Dunkel der Jahrhunderte. Noch heute jedoch kann man immer wieder targonische Späher an der Ostküste entdeckten, die nach Zeichen des alten Feindes Ausschau halten. Obwohl die Targonen mit Schiffen kamen, zähmten sie schnell die wilden Pferde der Steppe und wurden zu einem nomadischen Reitervolk, das niemals ein großes Reich errichtete.

Man erkennt deutlich, wenn man einen Targonen vor sich hat, selbst wenn er in einer anderen Kultur aufgewachsen ist. Selten wird ein Targone größer als 180 Halbfinger. Ihre Haut hat selbst im Winter einen bronzenen Ton und dunkelt unter der Sonne noch nach. Ihre Augen sind mandelförmig und meist braun, selten grün oder grau. Ihre Haare sind fast immer schwarz, selten einmal braun oder rot. Wie bei den Talmar, hängt das Körpergewicht eines Targonen stark von seinen Lebensumständen ab. Wohlhabende Targonen neigen dazu schnell Fett anzusetzen.