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Die Toraka

Die Toraka

Wie die Sahrabin, bewohnen auch die Toraka das Waldreich Tithal. Und obwohl Kobolde und Waldalben gleichberechtigt nebeneinander leben, sind doch die Toraka die eigentlichen Herren Tithals. Im Gegensatz zu den Sahrabin, deren Siedlungen meist in den äußeren Bereichen des Waldes liegen, leben die Toraka tief im Herzen des Waldes, dort wo die Kraft Elyrions noch stark und voller Leben ist. Mächtige Baumriesen, größer als hundert Männer und von vier Dutzend Armen nicht zu umfassen, Riesenpilze mit Hüten, die ganzen Familien Platz bieten und Seen, die bis in das Herz des Schöpfung hinab reichen sind die Heimat der erdverbundenen Kobolde. So stark wie das Leben in ihrer Heimat, so stark ist auch ihre Liebe zum Leben und so gibt es große Siedlungen, gar Städte in Tithal, doch nicht eine einziger Baum musste sein Leben für ein Haus geben oder ein Stein dafür gebrochen werden. Lebendigen Wesen gleich, wachsen die Häuser der Toraka aus dem Fleisch des Baumes, schlingen sich um ihn herum und bieten dem Waldvolk einen sicheren Platz, weit oben über dem Boden. Äste wachsen und verbinden sich bereitwillig zu Brücken, Leuchtkäfer spenden des Nachts Licht und was der Wald entbehren kann, schenkt er den Toraka, die sich damit begnügen. So führen sie ein Leben ohne Mühsal, immer im Einklang mit dem Herzschlag des Waldes und darauf bedacht den natürlichen Kreislauf nicht zu stören. Doch der Wald gibt nicht nur, er fordert auch. Denn so mächtig Riesenbäume, Eiseneichen und Goldkronen auch sein mögen, gegen die Äxte und Sägen, das Feuer und Schwarzpulver der Menschen sind sie hilflos. So kämpfen die Toraka seit Jahrhunderten einen aussichtslosen Kampf gegen das Vorrücken der Menschen und Zwerge und um das Leben des Waldes. Immer gefangen zwischen der Notwendigkeit zu töten und dem Eid das Leben zu bewahren.

Als im fünften Zeitalter immer heftigere Kriege den Kontinent erschütterten und die Völker mit Axt und Feuer den Leib des Waldes Tithal vernichteten, erfasste eine Erschütterung die Quelle Elyrions. So heftig war die Wunde der Schöpfung, dass die Wellen der Erschütterung bis in das Herz des Tithalwaldes reichte und sich durch die Seelen der Bäume und Pflanzen fortsetzten. Der Wald, mehr eine lebendige, schöpferische Entität als eine Ansammlung von Bäumen, öffnete ein Tor in den Zwischenraum, das bis in die Ebene der Erde reichte. Die Toraka vernahmen den Ruf und angeführt von ihrem König Altamurawasafin, auch Almafin genannt, folgten sie ihm bis sie die Ebene Talna'dar erreichten. Seit jenen Tagen beschützen sie den Wald vor allem Übel. Doch ihre Aufgabe ist schwer, denn das Leben ist ihnen heilig, doch Menschen und Zwerge lassen sich kaum durch Worte und freundliche Gesten von ihrem Tun abbringen.

Toraka sind von kleiner, schmaler Statur. Sie erreichen eine Größe von 110 bis 130 Halbfinger und ein Gewicht von ungefähr 30 bis 50 Stein. Ihre braune Haut wirkt borkig, wie die Rinde eines Baumes. Ihre Augen sind groß und rund, in der Farbe von Harz und Bernstein. Die Haare der Toraka sind grün wie dunkles Gras und werden meist kurz und zerzaust getragen. Viele Frauen flechten sich kleine Steinchen, Federn, Blüten oder Blätter in die Haare um sich zu schmücken.